Antrag gem. §§ 10 und 32 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Einrichtung eines „Runden Tisches - Inklusion“ im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide

Der Bezirksrat möge beschließen:

Im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide wird ein „Runder Tisch - Inklusion“ eingerichtet.

Der „Runde Tisch“ soll zum Thema Inklusion

  • vorhandene Ansätze sammeln, bekannt machen, stärken,
  • Zusammenarbeit zwischen den sozialen Einrichtungen anregen, auf- und ausbauen,
  • Handlungsbedarfe benennen,
  • Handlungsoptionen und Initiativen für den Stadtbezirk entwickeln,
  • die Verwirklichung von Inklusion im Stadtbezirk fördern.

Zur Vorbereitung richtet der Bezirksrat eine Arbeitsgruppe ein (Vorsitz: Bezirksbürgermeister).

Der „Runde Tisch - Inklusion“ soll unter Vorsitz des Bezirksbürgermeisters im Herbst 2012 die Arbeit aufnehmen.

Diese Arbeit soll von der Verwaltung fachlich begleitet und unterstützt werden.

Begründung:
Mit der Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ist Deutschland 2009 die Verpflichtung eingegangen, Inklusion voranzutreiben. In der Verantwortung der gesamten Gesellschaft soll es liegen, „den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innenwohnenden Würde zu fördern.“

Diese Forderung betrifft alle Lebensbereiche (Wohnen, Bildung, Arbeit, Freizeit).

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat die Verwaltung im Jahr 2011 aufgefordert, zur Inklusion ein Handlungskonzept zu entwickeln; dieses wurde mit der Drucksache 1967/2011 „ Auf dem Weg zur inklusiven Stadt“ vorgelegt.

Der Niedersächsische Landtag hat im März 2012 ein Gesetz zur inklusiven Schule verabschiedet.

Im Stadtbezirk Herrenhausen - Stöcken arbeitet bereits ein entsprechender Runder Tisch, im Stadtbezirk Vahrenwald - List wurde die Einrichtung eines solchen im März diesen Jahres beschlossen.

Im Stadtbezirk Bothfeld - Vahrenheide sollen Betroffene, Behinderteneinrichtungen, KiTas, Schulen, (Sport-)Vereine, Kultureinrichtungen, Kirchen und Stadtbezirkspolitik gemeinsam zur Teilnahme am „Runden Tisch - Inklusion“ angeregt werden.