Änderungsantrag gemäß §§ 12 und 32 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover zu der Drucksache Nr. 2851/2008

„Neubau Zentrale HDI - Gerling“

Der Bezirksrat möge beschließen:

Der von der Verwaltung vorgelegten Drucksache Nr. 2851/2008 (Bebauungsplan Nr. 389, 1. Änderung - Neubau Zentrale HDI - Gerling -) wird mit folgenden Änderungen zugestimmt:

1.) Die westliche Baugrenze wird auf 30 m Abstand von der Grundstücksgrenze festgesetzt und darf nicht überschritten werden, auch nicht für Feuertreppen, Treppenhäuser o.ä.

2.) Die beiden nach Westen ausgerichteten Riegel dürfen nur maximal IV-geschossig errichtet werden, dafür können die beiden nach Osten ausgerichteten Riegel maximal VIII-geschossig gebaut werden.

3.) Mobilfunkantennen auf den Dächern sind nicht gestattet.

4.) Beim Übergang zum reinen Wohngebiet (WR) im Westen wird ein 10 m breiter Gehölzstreifen auf dem RGG-Grundstück im B-Plan verbindlich eingetragen.

5.) Es ist zu prüfen, ob die Straße Riethorst unmittelbar westlich der Tiefgarageneinfahrt zur BEB/Exxon abgehängt werden kann, so dass die Zufahrt zum Park-and-ride-Parkplatz und zum HDI-Neubau sowie die Ausfahrt aus der BEB/Exxon-Tiefgarage ausschließlich vom östlichen Teilstück der Riethorst möglich wird, während die Bewohner aus dem WR-Gebiet ausschließlich über das westliche Teilstück der Riethorst fahren können.

Begründung: Die Anwohner haben sowohl in der Veranstaltung bei der HDI als auch in ihren Stellungnahmen deutlich gemacht, dass sie insbesondere wegen der Nähe der Bebauung und des zusätzlichen Verkehrsaufkommens große Sorgen haben. Leider sind diese Bedenken nicht von der HDI aufgegriffen worden, denn die Planung der Architekten ist unverändert geblieben. Durch die Antragspunkte 1.) und 2.) wird erreicht, dass sich die Bebauung mit zwei Riegeln in unmittelbarer Nachbarschaft zum reinen Wohngebiet in der Höhe an die IV-geschossige Wohnbebauung anpasst und durch die Festsetzung der westlichen Baugrenze auf 30 m auch ein Abstand eingehalten wird, der den Anwohnern einen ausreichenden Sichtschutz bietet.

Zum Lärmschutz für die Anwohner gehört, die Hauptquellen für akustische Störungen zu verringern. Den meisten Lärm würden die Autos auf den oberirdischen Stellplätzen erzeugen. Wenn dieser Verkehr nicht zu verhindern ist, so würde ein zusätzlicher Gehölzstreifen auf dem Neubau-Grundstück jedoch eine lärmmindernde Wirkung haben (Antragspunkt 4.)

Durch den Prüfauftrag unter Punkt (5.), die Riethorst abzuhängen, wird angestrebt, neben einer Trennung der Kfz-Verkehrsströme auch eine sichere Überquerung für Fußgänger und Schüler/innen der Freien Waldorfschule über die Riethorst zu ermöglichen, wenn sie aus dem reinen Wohngebiet kommend zur Stadtbahnhaltestelle Lahe gehen.