Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide

Hannover, den 30.12.2008

Antrag gemäß 11,47 der Geschäftsordnung des Rates der LH Hannover

Zur Drucksache 2545/2008 Einführung von Integrationsbeiräten in den Stadtbezirken der Landeshauptstadt Hannover

Der Bezirksrat möge beschließen:

Die Verteilung der Mittel zur Förderung der Arbeit der Integrationsbeiräte in den Stadtbezirken soll sich nicht nur nach der Einwohner-/ Einwohnerinnenzahl in dem jeweiligen Stadtbezirk, sondern auch nach dem prozentuellen Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund richten. Sinnvoll ist eine Verteilung des Mittelansatzes zur Hälfte nach Anzahl der Einwohner und zur Hälfte nach Anzahl der Einwohner mit Migrationshintergrund je Stadtbezirk .

Begründung: Ein gerechter Verteilerschlüssel muss die in den hannoverschen Stadtbezirken sehr unterschiedliche Verteilung der Einwohner mit Migrationshintergrund berücksichtigen. So liegt bspw. der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in den Stadtteilen Hainholz (30,5%), Linden - Süd (31,7%) oder Herrenhausen (26%) deutlich höher als in den Stadtteilen Waldhausen und Seelhorst (je 4,8 %) oder Wülferode (1,6%). Stadtweit haben im Durchschnitt 14,7% der Einwohner und Einwohnerinnen einen Migrationshintergrund. (Quelle: Sozialbericht 2008).

Es ist davon auszugehen, dass in den Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und Tendenz zur Segregation eine intensivere Arbeit geleistet werden muss, damit die Einbindung in kommunale Netzwerke gelingen kann.